| Datum: | 30. September 2026, 10:00 – 11:30 (CET) | Preis: | Kostenlos | |
| Format: | AI:AT Webinar, ONLINE (Zoom) | Zielgruppe: | Industrie, Öffentliche Verwaltung, Academia | |
| Sprache: | Deutsch | Veranstalter: | AI:AT |

Die EU KI-Verordnung setzt neue Maßstäbe für den verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz. Gerade in grundrechtssensiblen Bereichen, etwa im öffentlichen Sektor, gewinnen Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Rechenschaftspflicht erheblich an Bedeutung, insbesondere beim Einsatz von KI in Entscheidungsprozessen. Für betroffene Personen werden Transparenz und Nachvollziehbarkeit häufig über Auskunfts- und Erläuterungsansprüche verwirklicht. Diese bieten nicht nur Einblick in Entscheidungsprozesse, sondern fungieren oftmals als zentraler Türöffner, weil erst auf Grundlage verständlicher Informationen weitere Grundrechte oder rechtliche Ansprüche geltend gemacht werden können.
Neben bestehenden Informationspflichten und Auskunftsansprüchen, etwa nach der Datenschutz-Grundverordnung, normiert Artikel 86 KI-Verordnung ein Recht auf Erläuterung der Entscheidungsfindung im Einzelfall. Personen, die von bestimmten KI-gestützten Entscheidungen betroffen sind, können Informationen über die Hintergründe und wesentlichen Mechanismen der Entscheidungsfindung sowie über die Rolle des KI-Systems im Entscheidungsprozess erhalten.
Die KI-Verordnung gibt hierfür jedoch nur begrenzte praktische Handlungsanleitungen. Unklar bleibt insbesondere, welche Informationen im Einzelfall bereitzustellen sind, wie technisch komplexe Entscheidungsprozesse adressatengerecht erklärt werden können und wie sich das Recht auf Erläuterung in bestehende Transparenz- und Auskunftspflichten einfügt. Für die öffentliche Verwaltung ist dies besonders relevant, da KI-gestützte Entscheidungen regelmäßig grundrechtssensible Bereiche betreffen können.
Das Webinar bietet eine praxisorientierte Einführung in die rechtlichen Anforderungen des Artikel 86 KI-Verordnung. Ziel ist es, Teilnehmenden aus Verwaltung, öffentlichen Einrichtungen und dem privaten Sektor eine Orientierung für die Umsetzung von Auskunfts- und Erläuterungspflichten im Rahmen verantwortungsvoller KI-Governance zu geben.
Zielgruppe
Dieses Webinar ist für alle Teilnehmenden aus Wissenschaft, Industrie und öffentlicher Verwaltung aus EU und/oder EuroHPC JU Mitgliedsländern kostenfrei zugänglich.
Voraussetzungen
Keine
Agenda
- Willkommen & Präsentation der AI Factory Austria AI:AT
- Kurze Einführung in die KI-Verordnung und die DSGVO
- Transparenz als Eckpfeiler von KI-Governance
- Vorstellung des Rechts auf Erklärung nach Art 86 KI-VO und des Rechts auf Auskunft nach Art 15 DSGVO
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Rechts auf Erläuterung und des Rechts auf Auskunft
- Herausforderungen und Empfehlungen zur praktischen Umsetzung
- Fragen & Diskussion
Vortragende
Dr. Heidi Scheichenbauer (Research Institute – Digital Human Rights Center)
Dr. Heidi Scheichenbauer ist Senior Researcher und Senior Consultant am Research Institute – Digital Human Rights Center. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und der Erasmus Universität Rotterdam mit Schwerpunkt Computer und Recht. Sie ist Mitglied im Verein der behördlichen und betrieblichen Datenschutzbeauftragten (Privacyofficers.at) und Autorin zahlreicher rechtswissenschaftlicher Publikationen zu Datenschutz- und KI-rechtlichen Themen. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Aufklärung 4.0 – Entscheidungen der KI als Mensch verstehen" befasste sie sich intensiv mit dem Recht auf Erläuterung nach Art. 86 KI-VOund dessen Zusammenspiel mit den Art 22 und 15 Abs 1 lit h DSGVO.
Dr. Madeleine Müller, BA MU (Research Institute – Digital Human Rights Center)
Dr. Madeleine Müller, BA MU ist Senior Researcher und Senior Consultant am Research Institute – Digital Human Rights Center. Sie studierte Rechtswissenschaften und Philosophie an der Universität Wien und an der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und absolvierte den Masterstudiengang „Political Philosophy“ an der Universitat Pompeu Fabra Barcelona. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle zwischen Recht und Ethik im Bereich digitaler Menschenrechte mit Fokus auf Künstliche Intelligenz, algorithmische Entscheidungsfindungen und Betroffenenrechte. Sie leitete die national geförderten Projekte „Aufklärung 4.0 – Entscheidungen der KI als Mensch verstehen“ und „AI Know – Information und Mitbestimmung bei KI-basierten Entscheidungen im Beschäftigtenkontext“, die sich mit den Auskunfts- und Erläuterungsansprüchen von Betroffenen im Fall KI-gestützter Entscheidungen im Konsumenten- sowie Arbeitskontext befassten.
Sprache
Deutsch
Datum, Uhrzeit und Ort
30.09.2026, 10:00 – 11:30 (CET), LIVE ONLINE WEBINAR (Zoom)
Anmeldung
Zur Teilnahme ist eine Anmeldung nötig, den Link zum Anmeldeformular finden Sie im Menu links oben auf dieser Seite. Bitte melden Sie sich mit ihrer offiziellen institutionellen E-Mail-Adresse an, um Ihre Zugehörigkeit nachzuweisen.
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Für Fragen wenden Sie sich bitte an training@ai-at.eu.
Veranstalter
Dieses Webinar wird von AI Factory Austria AI:AT organisiert.
Danksagung
AI Factory Austria AI:AT wird durch das European High-Performance Computing Joint Undertaking (JU) im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 101253078 finanziert. Das JU erhält Unterstützung vom Horizon Europe Programm der Europäischen Union sowie von Österreich (BMIMI / FFG).
