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Datum:  16 November 2026, 10:00 - 13:00 Preis:Kostenlos
Ort: AI:AT Webinar, ONLINE (Zoom) Zielgruppev.a. Geisteswissenschaftler:innen
Sprache: Deutsch   Veranstalter: AI:AT

KI-Use-Cases aus der Wissenschaft im Fokus: Wo unterstützen generative KI-Tools den Forschungsalltag wirklich – und wo bleiben sie hinter den Erwartungen zurück? Von smarten Arbeitserleichterungen über bewährte Prototypen bis zu Vorbildern aus der Praxis anderer Wissenschaftler:innen.

Vier Vortragende zeigen anhand laufender geisteswissenschaftlicher Projekte, was generative KI heute wirklich leistet: das Claude-Add-in in Word und Excel, automatisierte Transkribus-Workflows, ein YOLO-Layoutmodell für 90.000 Zeitungsseiten, strukturierte Informationsextraktion aus mittelalterlichen Rechnungsbüchern sowie ein agentischer Rechercheassistent für das Österreichische Musiklexikon. Ergänzt wird das Bild durch Erfahrungen mit Übersetzungspipelines und dem Fine-Tuning kleiner Open-Source-Modelle als lokale Fachexperten.

Im Mittelpunkt steht keine Produktvorführung, sondern die Praxis: konkrete Evaluationsergebnisse und offen benannte Grenzen. Die Vortragenden zeigen, wo die Werkzeuge tatsächlich Arbeit abnehmen, wo sie weiterhin kontrolliert werden müssen und wo sensible Daten das Haus nicht verlassen dürfen. Alle Beispiele lassen sich auf eigene Projekte übertragen.

Zentale Themen:

  • Kennen von GenAI Use Cases für die Arbeitspraxis in den Geisteswissenschaften
  • Abschätzen, wann der Einsatz von GenAI für die eigene Arbeit sinnvoll ist – und wann nicht
  • Übertragbare Muster erkennen: modulare Pipelines statt eines großen Prompts, die kleinste sinnvolle Verarbeitungseinheit, das gezielte Ersetzen einzelner Workflow-Schritte statt eines Neubaus
  • Qualität und Datensouveränität beurteilen: Ergebnisse gegen Ground Truth evaluieren, Kontrollpunkte für Fachleute bewusst einplanen, sensible und lizenzgebundene Bestände lokal verarbeiten    
     

Agenda

  • Vorstellung der AI Factory Austria AI:AT
  • Einstieg: Nicht das Modell entscheidet, sondern die Oberfläche
  • Niederschwellig: GenAI in den Programmen, die Sie ohnehin benutzen
  • Transkribus-Postprocessing mit einem Coding-Agenten automatisieren
  • Das schwächste Glied ersetzen: Transkribus und YOLO kombinieren 
  • LLM-gestützte Informationsextraktion aus historischen Rechnungsbüchern
  • LLM-Pipelines für automatisierte Sprachübersetzung
  • Fine-Tuning kleinerer Open-Source-Modelle als lokale "DH-Experten" – ein Erfahrungsbericht
  • Ein Harness für das Lexikon: agentische Recherche in geisteswissenschaftlichen Korpora
  • Fragen & Diskussion

Zielgruppe

Geisteswissenschaftler:innen, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) ihren Arbeitsalltag leichter machen wollen.

Der Kurs ist kostenlos für alle Teilnehmer:innen aus EU und/oder EuroHPC JU Mitgliedsstaaten.

Niveau und Voraussetzungen

Es handelt sich um einen Einstiegskurs – es gibt keine Voraussetzungen.

Vortragende

PD Mag. Dr. Robert Klugseder (ÖAW ACDH)        
Robert Klugseder ist Senior Research Associate an der Abteilung Musikwissenschaft des ACDH, wo er Drittmittelprojekte an der Schnittstelle von Digital Humanities, ATR und Generativer KI leitet. Als Transkribus-Beauftragter der ÖAW und Herausgeber des Instituts-Newsletters „Generative KI“ forciert er die automatisierte Texterkennung und KI-gestützte Erschließung historischer Quellen. Er habilitierte sich an der Kunstuniversität Graz in Musikgeschichte und promovierte an der Universität Regensburg, wobei seine Forschungs- und Vermittlungsschwerpunkte heute neben den Editionswissenschaften insbesondere auf innovativen KI- und ATR-Workflows für das kulturelle Erbe liegen.

Johanna Unterholzner, BA MA (ÖAW ACDH)           
Johanna Unterholzner ist Mitarbeiterin im Projekt "Digitale Transformation der Oberkammeramtsrechnungen der Stadt Wien: AI-gestützte Datenaufbereitung für verbesserte Auffindbarkeit und Nachnutzung" an der Abteilung Musikwissenschaft des ACDH. In solchen Projekten zur digitalen Erschließung historischer Quellen liegt ihr Fokus auf der Layout- und Handschriftenerkennung mittels Transkribus sowie auf der KI-gestützten Weiterverarbeitung dieser Textdaten. Sie hat einen Bachelor in Vergleichender Literaturwissenschaft und einen Master in Digital Humanities.

Dipl.-Ing. Christian Lendl MA (ÖAW ACDH)          
Christian Lendl ist Research Data Engineer an der Abteilung Literaturwissenschaft & Printkulturforschung des ACDH, wo er für eine Reihe von Forschungsprojekten KI-gestützten Methoden zur Text- und Layouterkennung, Bildanalyse und Datenaufbereitung entwickelt und anwendet. Daneben forscht er im Rahmen seiner Dissertation an der Universität Wien zur medialen Selbstdarstellung der Adelsgesellschaft der späten Habsburgermonarchie. Er hat das Bachelor- und Masterstudium der Medieninformatik an der Technischen Universität Wien sowie das Bachelor- und Masterstudium der Geschichte an der Universität Wien abgeschlossen.

Maximilian Vogeltanz BA MA MA (Department of Digital Humanities der Universität Graz)       
Maximilian Vogeltanz ist wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Institut für Digitale Geisteswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz. Er hat einen Masterabschluss in Sprachwissenschaften und in Digital Humanities und ist seit 2021 in verschiedenen digitalen Editionsprojekten tätig. Im vom FWF und DFG geförderten Projekt "Die Rechnungsbücher des Klosters Aldersbach" entwickelt er aktuell eine LLM-gestützte Pipeline, um komplexe historische Daten automatisiert in ein spezifisches Zieldatenformat zu überführen

Sprache

Deutsch

Datum, Uhrzeit und Ort

16.11.2026, 13:00 – 17:00 (MEZ), LIVE ONLINE WEBINAR (Zoom)

Anmeldung

Zur Teilnahme ist eine Anmeldung nötig, den Link zum Anmeldeformular finden Sie im Menu links oben auf dieser Seite. Bitte melden Sie sich mit ihrer offiziellen institutionellen E-Mail-Adresse an, um Ihre Zugehörigkeit nachzuweisen.

Sie erhalten den Zoom-Link für das Webinar in der automatischen Bestätigung per E-Mail (Betreff beginnt mit "[Indico]"), bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam-/Junk-Ordner. Wir werden Sie auch kurz vor dem Webinar nochmals per E-Mail daran erinnern.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an training@ai-at.eu.


Veranstalter

         

Dieses Training wird gemeinsam von AI Factory Austria AI:AT sowie dem Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) organisiert.

Danksagung

AI Factory Austria AI:AT wird durch das European High-Performance Computing Joint Undertaking (JU) im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 101253078 finanziert. Das JU erhält Unterstützung vom Horizon Europe Programm der Europäischen Union sowie von Österreich (BMIMI / FFG).


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